RFH - Melanie Eiselein

Erste Hilfe

Melanie Eiselein

Während einer Zugfahrt erleidet jemand einen Herzinfarkt. Aufgrund der widrigen Umgebungsbedingungen kann es bis zum Eintreffen professioneller Hilfe recht lange dauern. Wären Sie bereit einzugreifen? Was ginge Ihnen durch den Kopf? Die Motivation zu handeln und einzugreifen erstickt oftmals aufgrund der Angst etwas falsch zu machen. Dabei ist ein schnellund eindeutig aufgegebener und erfasster Notruf und das Wissen, wie bei einem medizinischen Notfall geholfen werden kann und muss, maßgebend für die weitere Behandlung. Die ersten Minuten nach einem Unfall oder Zusammenbruch entscheiden oft über Leben und Tod.

An dieser Stelle setzt EHNA, ein visionärer Erste Hilfe Notfall Assistent, an. Über diesen kann der Zeuge eines Notfalls sofort mit einem geschulten Leitstellendisponenten interagieren.

Melanie Eiselein

Der Assistent besteht aus einem digitalen Erste-Hilfe-Koffer, einer Basisstation, über welche die Sicherung und Aufladung des Systems gewährleistet wird und über die der Notruf abgesetzt wird, sowie aus einer Kopfkamera, über die der Leitstellendisponent einen Zugriff zu der Situation erlangt. Als visionäre Alternative steht hier eine Augmented-Reality-Brille bereit.

EHNA ermöglicht eine ruhige und sachliche Handlungsanleitung über Bild und Ton durch geschultes Personal, sodass panisches Handeln verhindert und eine qualifizierte Erste Hilfe gewährleistet werden kann. Dadurch wird die Verantwortung des Ersthelfers teils auf geschultes Fachpersonal übertragen und kann so Ängste vor Fehlverhalten abbauen und im Gegenzug die Bereitschaft zur Hilfeleistung steigern.

Entwickelt wurde diese Forschungsarbeit für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, die Einsatzmöglichkeiten reichen jedoch von Automobilen bis hin zu Schiffen, Flugzeugen oder öffentlichen Orten.