KISD - Dorothee Clasen

Cirquids – Fließende Schaltkreise auf Papier

Dorothee Clasen

Cirquids ist ein neuartiges Druckverfahren, mit dem durch die Verwendung von Salz, Wasser und Wachs fluide Schaltkreise im Papier definiert werden können. Werden Papierschaltkreise üblicherweise durch das Auftragen einer Kupfer- oder Silber-haltigen Tinte gefertigt, so lassen sich dank Cirquids auf Salzwasser basierende Leiterbahnen im Papier definiert. Die durch den Kapillareffekt der Fasern bedingte Ausbreitung der Suspension wird hierbei durch einen hydrophoben Wachsdruck begrenzt und somit reguliert.

Cirquids ermöglicht also die Konstruktion von Schaltkreisen aus leicht recycelbaren und für jeden zugängliche Materialien. Darüber hinaus erweitert mein Verfahren das Konzept der elektrischen Stromschaltung um eine zusätzliche Dimension: Die entstandenen Leiterbahnen zeichnen sich durch ihre fließenden Zustände, eine temporäre Leitfähigkeit und durch eine Fuzzylogic aus.

Dorothee Clasen

Durch den Bau diverser Schaltkreise und Prototypen habe ich mich in meiner Arbeit explorativ mit meinem Druckverfahren auseinandergesetzt, um dessen Besonderheiten, Potential und Grenzen zu auszuloten. Hierdurch wurde sowohl die Formsprache elektronischer Bauteile, als auch das Verständnis eines papier-basierenden Schaltkreises reflektiert und in ihren Bedeutungen erweitert.

Durch den Bau diverser Schaltkreise und Prototypen habe ich mich in meiner Arbeit explorativ mit meinem Druckverfahren auseinandergesetzt, um dessen Besonderheiten, Potenzial und Grenzen zu auszuloten. Hierdurch wurde sowohl die Formsprache elektronischer Bauteile als auch das Verständnis eines papier-basierenden Schaltkreises reflektiert und in ihren Bedeutungen erweitert.

Das ausgestellte System gesucht, dem Prinzip einer useless-machine folgend, die Kernaspekte von Cirquids zu illustrieren: Die Lüfter bedingen durch ihre Luftströmen das Austrocknen der Leiterbahnen, die sie „am Leben halten“.