Sophia Schach

Pixel als Formgebung


Pixel als Formgebung


„Pixel als Formgebung“ umfasst mehrere Designdisziplinen. Hier trifft Produkttechnologie und Designtheorie auf Textildesign, Modedesign, visuelle Kommunikation, Fotografie und Film. Aussergewöhnliche Materialien, eigens gestaltete Textilien und Schnittkonstruktionen bringen zweidimensionale Pixel in Form einer Modekollektion in das Dreidimensionale.

Ein Vergleich zwischen dem gewebten und dem digitalen Bild zeigt, dass es das digitale Bild in dessen heutiger Darstellungsform nicht ohne das gewebte Bild geben würde. Der Lochkarten-Mechanismus, der das binäre System zum ersten Mal automatisierte stammt ursprünglich aus der Weberei. Gewebte Bilder werden in einem Raster anhand von schwarzen und weissen Kästchen geplant, um das Anheben der Kettfäden gezielt zu steuern. Computer Pioniere wie Charles Babbage übernahmen die Idee des Lochkarten-Machanismus um Informationen zu verarbeiten.



Sehr plakativ, basierend auf der Technik der Jacquard Weberei und der Pixel in der digitalen Fotografie wird das gegebene Raster der beiden Bildformen zum Muster eigens gestalteter Textilien, die wiederum das formgebende Element der geplanten Kollektion darstellen. Die Textilien aus Seide und Polyester wurden mit der Naturfaser Kapok gefüllt, die für ihre aussergewöhnliche Leichtigkeit bekannt ist, mit Teflon-Folie umhüllt und mit der Plissee Technik weiterverarbeitet. Basierend auf dem Vergleich zwischen dem gewebten und dem digitalen Bild sind zudem gewebte Wandbehänge entstanden, die digitale Bilder in verschiedener Auflösung zeigen.