Simon Meienberg

Camouflage - Im Wechselspiel von Zeigen und Verbergen


Kollaborative VR-Simulation


Ein Tarnmuster kann durch Auflösung oder Betonung eines Körpers Akzente setzen, optische Täuschung erzeugen oder nach dem Prinzip der Camouflage die Form eines Objektes dissimulieren. Die Auflösung der Grenzen zwischen Vorder- und Hintergrund ermöglichen dem Betrachter indessen ein Spiel mit der optischen Täuschung und konstituiert neue Formen der Gestaltwahrnehmung. Doch welche Applikationsmöglichkeiten eröffnet das Wirkungsprinzip des Camouflagemusters in einer häuslichen Umgebung, die über das reine Ornament hinaus eine funktionale Bedeutung anstreben? Im Zuge meiner Bachelorarbeit studierte ich zunächst die Phänomenologie der optischen Tarnung in der Wechselwirkung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. In der theoretisch-praktischen Synthese entwickelten sich so mehrere Prototypen sowie ein funktionsfähiges Camouflagemuster.



Das freischwebende Sideboard bildet dabei den Hintergrund, die Bühne in dessen Vordergrund sich ein Kabeltunnel, ein Dokumentenhalter, eine Ablageschale und ein Paravent frei positionieren und kombinieren lassen.

Das Ensemble ermöglicht dem Betrachter Objekte von ästhetischem Wert zu präsentieren und visuell als störende empfundene Gegenstände zu verbergen. Dadurch wird dem Akt des Tarnens eine neue Bedeutung verliehen. Sie wird zur aktiven und bewussten Handlung erhoben – ein Wechselspiel von Zeigen und Verbergen.