Hikikomori.


Übersetzt bedeutet es so viel wie „sich zurückziehen“. Es beschreibt den Zustand von Jugendlichen, die sich von der Gesellschaft und sozialen Kontakten abwenden, indem sie sich in ihr Zimmer verschließen. Dieser Rückzug kann in manchen Fällen nur sechs Monate, in extremen Fällen sogar einige Jahre andauern.

In der Bachelorarbeit wurde sich speziell auf das sogenannte Hikikomori System fokussiert, welches die eigentliche Problematik des Phänomens aufdeckte. Es besteht aus drei Faktoren: Die Gesellschaft, die Familie und schlußendlich das Individuum. Diese drei Faktoren und deren Fehlkommunikation zueinander sind der wahre Kern und der Knackpunkt von Hikikomori. Jede Gif-Animation behandelt dabei einen anderen Part des Systems, die auf einer Single-Webseite platziert wurden. Diese ist wie ein digitales Lesebuch aufzufassen, in welchem die Hikikomori-Protagonistin „H.“ ihre Erinnerungen bis zum gesellschaftlichen Rückzug und ihre Erlebnisse aus selbigem mit der „Außenwelt“ teilt. In ihren Einträgen erhofft sie sich Antworten auf ihre Fragen und gewährt der Leserin und dem Leser somit einen Blick in ihre gesellschaftliche Isolation und der damit verknüpften Gedankenwelt.



Diese Art der Darstellung ist wie eine kurze Momentaufnahme zu verstehen: Als würde sich die Tür zu ihrem Zimmer nur flüchtig öffnen - und etwas von ihrem Leben als Hikikomori preisgeben.

Ziel dieser Arbeit war es, das Phänomen Hikikomori in Form einer Animationsreihe so darzustellen, dass die wirkliche Problematik ersichtlich wird, um eine richtiggestellte Kommunikation zu erreichen. Somit kann eine kommunikative Basis geschaffen werden, die bestenfalls zu einem Austausch zwischen Außenstehenden und dem Betroffenen führen kann. Die Gif-Animationen wurden mit der traditionellen Animationstechnik realisiert und beinhalten insgesamt ca. 600 einzelne handgezeichnete Bilder.