Janno Stroecker

konstruiert und gewachsen - Feinstaubreduzierung durch Biointegration


Kollaborative VR-Simulation


Basierend auf dem Prinzip der Biointegration, bei der es sich um die Verbindung herkömmlicher Werkstoffe und Konstruktionsverfahren mit den dynamischen Eigenschaften organischer Prozesse handelt, entstand das Vorhaben, die elektrostatische Eigenschaft von Moos zu nutzen um Feinstaub zu binden und dabei den Effekt für den Innenraum nutzbar zu machen. Denn im Innenraum wirken weniger starke Verdünnungseffekte, wie in der Außenluft und so kann die Feinstaubbelastung in der Innenraumluft häufig nochmals höher sein als in der Außenluft. Zudem kann die Staubkonzentration durch zusätzliche Emissionsquellen wie Bürogeräte, Staubsauger oder Kochen/Braten nochmals erheblich erhöht werden.



Entstanden ist ein Konzept einer Filteranlage für Wohnräume, die mit Hilfe von Moos Feinstaub aus der Luft filtert. Dabei wird der Staub durch einen Luftstrom an dem Moos vorbeigeführt, haftet dort durch die elektrostatische Ladung an der Moosoberfläche und wird folgend durch Millionen kleinste Blättchen verstoffwechselt - der Feinstaub wird zu Biomasse.

Da Moos auch seinen Wasserbedarf aus der Luft zieht, ist es auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen und kann nicht wie üblich gegossen werden - dazu wird Wasser durch Ultraschall zerstäubt und somit eine künstliche Luftfeuchtigkeit in der Filteranlage erzeugt. Das System ist mit Hilfe eines Microcontrollers autonom und anpassungsfähig, um dieses hoch effizient zu gestalten.