Hannes Hummel

COL/LAB - Kollaborative VR-Simulation


Kollaborative VR-Simulation


Kommunikation und Kollaboration stellen eine essentielle Rahmenbedingung in Designprozessen dar. Da jede Kom- munikation einen Austausch von Informationsvariablen bedeutet, ist es notwendig, für die Rezipienten die Wahrneh- mungs- und Verarbeitungskapazität zu trainieren, um so eine optimale Kommunikationse zienz zu scha en. Die „Renaissance“ der VR-Systeme verspricht hierbei neue, kollaborative Interaktions- und Kommunikationsmöglich- keiten – virtuelle Realitäten sollen nicht mehr ausschließlich autonom konsumiert, sondern stattdessen als „Social-VR Experience“ gemeinsam erlebbar gemacht werden.

Jedoch führt das Tragen und Verwenden von Head-Mounted-Display-Systemen und das Erleben einer nun möglichen „voll-immersiven“ Simulation zu einem spannenden Kon ikt innerhalb der Kommunikationsstruktur zweier Parteien, welcher den Ausgangspunkt der Spielintention von COL/LAB darstellt und als Gestaltungselement bewusst eingesetzt wird.



Daher nden die Interaktionen innerhalb der Simulation auch auf zwei Ebenen statt – zum einen mittels Touch- screen-System, zum anderen mit einem VR-Brillensystem, welches den Nutzer im realen Raum trackt und seine Be- wegungsinformationen auf den virtuellen Raum überträgt.

Dieser steht hierbei als „Testlabor“ für beide Partizipanten zur Verfügung, in welchem, bedingt durch die bewusste Trennung beider Parteien, sowohl die Kommunikation als auch die Kollaboration auf die Probe gestellt werden. Bei- den Spielern stehen hierbei verschiedene Technologien wie beispielsweise eine selbstlernende Gestenerkennung zur Verfügung, um die individuell generierten Aufgaben zu lösen. Neben der Gestaltung der immersiven Simulation wurde in der Arbeit auch die Integration von VR-Peripherie und Touchscreen-Hardware innerhalb eines Echtzeit-Ren- deringsystem thematisiert und umgesetzt.