Annika Fecke & Sabine Jeleniowski
»Barrierefreie Internetseiten für Blinde«
und Sehbehinderte«
Ein interaktiven Leitfadens für Webdesigner und ein Redesign von facebook

Rheinische Fachhochschule(RFH)

Annika Fecke Sabine Jeleniowski Annika Fecke & Sabine Jeleniowski Annika Fecke & Sabine Jeleniowski Annika Fecke & Sabine Jeleniowski

Das Internet hat als Informations- und Kommunikationskanal in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen und birgt besonders für blinde und sehbehinderte Personen ein großes Potenzial zum Erhalt der Selbstständigkeit und zur Teilnahme an digitalen Gemeinschaften. Auf der anderen Seite existieren trotz gesetzlicher Regelungen noch Webseiten, die diese Nutzergruppe ausgrenzen. Um dies zu ändern haben wir ein leicht verständliches Regelwerk erstellt, das das nötige Basiswissen für Webdesigner und Programmierer beinhaltet, um ohne hohen Rechercheaufwand und Expertenwissen Barrierefreiheit umsetzen zu können.

Im ersten gestalterisch-praktischen Teil der Arbeit wurde aus den vorangegangenen Regeln ein interaktiver Leitfaden in Form einer Webseite entwickelt. Dieser stellt die Regeln anschaulich mit Hilfe von interaktiven Beispielen dar und bietet Webdesignern die Möglichkeit, diese jederzeit schnell und unkompliziert abrufen zu können.

Im zweiten gestalterisch-praktischen Teil der Arbeit wurde aus dem Regelwerk eine Checkliste zur Überprüfung der Barrierefreiheit von bestehenden Webseiten entwickelt und mit dieser das soziale Netzwerk Facebook untersucht. Der erste Redesign-Ansatz von Facebook verdeutlicht, dass bereits einfache Änderungen im Interface der Nutzergruppe den Umgang enorm erleichtern würden. Ein weiterer Redesign-Ansatz zeigt eine radikalere Änderung des Interfaces, mit Eingriff in die Kontent-Struktur.

Unser langfristiges Ziel ist es, dass Blinde und Sehbehinderte von unserer Arbeit profitieren, indem sich das Webseiten-Angebot im Internet auf deren Bedürfnisse anpasst. Besonders möchten wir die Sicht auf Blinde und Sehbehinderte mit unserer Arbeit ändern, um eine Gleichberechtigung in Zukunft sicher zu stellen. Hierfür nehmen wir beispielsweise an der "Mensch und Computer"-Konferenz 2015 in Stuttgart teil, um das Thema Interface- und Interactiondesignern näher zu bringen.